iStockphoto – Schulungshandbuch für Fotografen

2.3 – Qualitätsstandards: Rauschen & Farbverzerrungen

Digitales Rauschen und Farbverzerrungen: Bildrauschen wird verursacht durch Werteabweichungen im Aufnahmeprozess der Kamera. Rauschen und Farbverzerrungen (auch digitales Rauschen genannt) sind meistens in großen Farbflächen, wie am Himmel, oder umfassenden Schatten gegeben. Es wird durch die Farbtemperatur und/oder die ISO-Einstellungen verursacht. Mit zunehmender ISO -Empfindlichkeit wird mehr Licht benötigt, um das Rauschen zu unterdrücken. Mit langen Belichtungszeiten kann auch ein anderes Problem verursacht werden, das "heiße Pixel" genannt wird. Dabei stehen Farbpunkte bzw. Pixel losgelöst von anderen Bereichen.

Rauschunterdrückung: Der Schlüssel zur Rauschunterdrückung (durch Punktkorrekturen oder Rauschfilter bzw. -programme, z. B. Neat Image oder Noise Ninja) besteht darin, die Problembereiche zu optimieren, ohne die Gesamtqualität oder Details des Bildes zu beeinträchtigen. Freeware-Programme tendieren dazu, die Qualität zu reduzieren (durch wasserfarbartige Hüllen oder verwischte Effekte). Die Abspeicherungsqualität in höchster Auflösung lässt dann entsprechend nach.

Kompression: Das JPEG-Format verwendet eine zu Verlusten führende Komprimierungsmethode. Die Datenmenge wird zwar kleiner, aber bestimmte Informationen nehmen ab oder gehen ganz verloren. Die unterschiedlichen Qualitätsstufen einer Digitalkamera definieren, wie viel der Informationen aufgegeben werden. Bei niedrigen Einstellungen treten sogenannte Kompressionszersplitterungen auf (in diesen Bereichen gingen zu viele Informationen verloren). Zu hohe JPEG-Kompression zeigt sich entweder in dem generellen Verlust von Details oder in körnigen, auffallend strukturierten Bereichen (speziell in großen Flächen, z. B. am Himmel).

Kompressionsartefakte: Diese unschönen, meist blockartigen oder aus vielen kleinen Quadraten bestehenden Bildstörungen werden ebenfalls oft durch die Einstellung auf geringe Qualitätsstufen oder durch die Bildbearbeitungssoftware verursacht. Darüber hinaus können JPEG-Bildanpassungen, Umrechnungen oder wiederholtes Abspeichern zu diesen Fehlern führen. Man sollte beim Wiederabspeichern von JPEG-Dateien sehr vorsichtig sein. Wenn es z. B. 4-mal wieder gespeichert bzw. umgerechnet wird, verliert es seine ursprüngliche Qualität, auch wenn es auf der jeweils höchsten Stufe abgespeichert wurde. Von daher sollte man immer das bestmögliche, klare Bild aufnehmen und es immer in der höchsten Qualität speichern.

Originalbild

Dieses Bild ist ein Beispiel für ein akzeptables Bild. Ansicht bei 100 %. Es gibt kein sichtbares Rauschen, keine Pixelveränderungen oder Zersplitterungen durch zu hohe Kompression.


Bitte nicht einreichen:


Rauschen (und Pixel-/Farbverzerrungen)

Mögliche Lösung: Setzen Sie die ISO-Zahl auf 200 ISO oder niedriger. Bei Analogfilmen ebenfalls geringere ISO-Zahlen nutzen (von 25 bis 200 ISO).


Kompression (Zersplitterungen)

Mögliche Lösung: Ihr Bild immer auf der höchsten Qualitätsstufe speichern (9-12 ist optimal). Darüber hinaus führen JPEG-Bildanpassungen, Umrechnungen oder wiederholtes Abspeichern zu diesen Fehlern. Dies also am besten vermeiden.

Tipps:

  • Bilder immer bei 100 % speichern
  • Bei einigen Bildern kann das Rauschen durch Filter oder spezielle Programme unterdrückt werden.
  • Je höher die ISO-Einstellungen, um so mehr Licht braucht die Kamera, um Rauschen zu verhindern.
  • Einige Bildbearbeitungsprogramme verursachen Rauschen nach dem Abspeichern
  • Jedes Teil eines Bildes braucht unterschiedliche Korrekturstufen zur Rauschunterdrückung.
  • Bildbearbeitungen sollten am besten im TIFF- oder PSD-Format vorgenommen werden.

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